Donnerstag, 19. September 2013

USA - Miami

Weil ich in Miami in die USA einreisen musste und die letzten zehn mal mindestens eineinhalb Stunden gewartet habe, bis ich endlich durch alles Stationen durchgewunken wurde, habe ich Willie grosszuegig gesagt, erst um 17.45 (statt um 16.45) am Flughafen aufzukreuzen. THERE IS NO WAY that I'll get out earlier. Ha! Nach fuenf Minuten in der Schlange winkte mich die freundliche Homelandsecurityfrau durch und gab mir noch Tips zur Wiedereinreise nachdem ich in Vancouver war und sagte, wie sehr sie sich freut, dass mal wieder jemand Englisch (und nicht Spanisch) spricht. Durch den Zoll kam ich auch ohne weiteres und weil wir um halb 5 gelandet sind statt um viertel vor, konnte ich um 16.45 (der eigentlichen Landezeit) mein Gepaeck vom Band nehmen und Richtung Ausgang laufen. Weitere fuenfundfuenfzig Minuten spaeter hat Willie mich dann auch gefunden und wir sind zu seinem Elternhaus gefahren. Weil seine Mama noch bei der Arbeit war, haben David (Willies Papa), Willie und ich uns zu dritt in eine real American Sportsbar aufgemacht. Von dort aus sind wir zurueck zu den Whitfields und haben dort zusammengesessen bis Willie mich am Abend bei Shanna absetzte.

Shanna schenkt Hawaiian Punch ein. Das ist das Gruene. Schmeckt auch so.
Willie und Ashley, Shannas Mitbewohnerin, machen Unfug
Ich war hundemuede. Aber Shanna auch, denn die verlaesst zur Zeit um acht Uhr das Haus und kommt Abends um zehn nach Hause. Das Masterprogramm, in dem sie mit ihrer Mitbewohnerin Ashley Psychologie studiert gesteht ihr weder zu, das Gebaeude zu wechseln, noch "to take a NAP in between. Imma pass out." Ich finde das in Ordnung, denn mehr als mich daneben zu legen und auch einzuschlafen schaffe ich nach zwei Wochen Mittelamerika an diesem Abend auch nicht.

Shannas Haus

Am naechsten Morgen stehe ich in Ruhe auf, dusche (und freue mich, danach keine sandigen Fuesse mehr zu bekommen) und setze mich an meinen Blog. Um 12.20 kommt Willie vorbei um bei Shanna schnell zu duschen und dann mit mir und seiner besten Freundin Christina Mittag zu essen. Er trainiert jeden morgen zwei Stunden lang (um sich auf die Saisonvorbereitung vorzubereiten...). Mit Christina gehen wir dann in ein asiatisches Bistro und danach frozen yogurt essen. Was ich aufgrund meines Eismangels der letzten zwei Wochen ausgesprochen gut finde. Wir quatschen ueber Gott und die Welt und ich finde Christina ganz schoen cool. Sie hat frueher mit Shanna Basketball gespielt.

Es ist das ASC Handtuch. Nimmt er immer.


Willie und Christina pappsatt

peanutbutterfrozenyogurt, grahamcrackercrumblecaramelfrozenyogurt und pralinefrozenyogurt mit m&ms, reeses pieces, cookie dough und reeses baby peanutbuttercups
Danach fahren wir in die Mall, weil ich nur noch eine kurze Hose und ein T-shirt habe, die nicht durchgetragen sind und auch die schmutzigen Sachen nicht dem entsprechen, was ich in der Zivilisation gerne anziehe. Das System funktioniert gut: Willie geht in den Applestore, ich zu Urban Outfitters, Willie geht in den Sonystore, ich zu Anthropology. Am Ende hat Willie drei neue Freunde gefunden (die Verkaeuferin im Applestore und dann noch ein Angestellter im Sonyladen und einen Kunden, den der Sonytyp gleichzeitig betreut hat) und ich nichts.

in Amerika gibt es nur drei Himmelsrichtungen
If you wanna come and take a ride with me...

Wir fahren zurueck zu Shanna, wo ich meinen Blogeintrag fertigstellen will und Willie eigentlich Beverly Hills Cop gucken moechte, aber dann leider einschlaeft, sodass ich fuer ihn fertig gucke. Als er drei Stunden spaeter aufwacht ist mein Eintrag fertig und Willie hungrig und nachdem wir Abendessen waren, faehrt er mich zurueck zu Shanna, wo ich noch eine Nacht schlafe, bevor Willie mich am naechsten Tag wieder abholt.


All my bags are packed....

Auf Willies Ruecken sieht mein Rucksack nicht so gross wie auf meinem.

Am naechsten Morgen fahren wir zu Panera Bread, decken uns mit Fruehstueck ein und fahren an den Strand. Da der normale Parkplatz an diesem Tag aber leider geschlossen hat, muessen wir einen weiterfahren, parken dort und laufen zum Strand. Ich muss kurz kichern, als ich ein Schild lese, auf dem etwas von "Bare" steht, mache mir aber keine weiteren Gedanken. Willie offenbar auch nicht. Als wir unser Picknick ausgebreitet haben, schaue ich mich um. "Oh look, a naked person." woraufhin sich Willie umdreht und sagt "Oh, another one." Wir muessen feststellen, dass wir am Nude Beach gelandet sind. Wir lachen, freuen uns, dass wir angezogen bleiben duerfen und essen unser Fruehstueck. Als ich Willie bitte, seine Hose anzulassen, nachdem er (weils sehr ploetzlich bruehwarm wurde) sein Shirt ausgezogen hat, muessen wir wieder lachen. Und danach auch noch ein paar mal. Nackte Leute sind lustig. Und Willie und ich wahnsinnig erwachsen. Eine Moewe gesellt sich zu uns und ich mache unbedarft ein Photo von ihr, dessen Hintergrund bei genauerem Hinsehen deutlich interessanter ist, als die Moewe selbst.

verrueckt. VIER Liegestuehle im Hintergrund. Und ich habs nich gemerkt.

Fuer Willie Osaft, ein Teilchen und ein Spinatschinkensouffle, fur mich ein Erdbeersmoothie, Fruechtetee und Haferflocken mit Pecannuessen und Apfelchips.

Hi!
Danach fahren wir zurueck zu Willies Eltern, wo Christina uns kurze Zeit spaeter abholt, um uns Wynwood zu zeigen. Das ist eine Ecke von Miami, die gerade stark gentrifiziert wird. Die einfachere Bevoelkerung wurde sukzessive durch Studenten und Kuenstler ersetzt und die Streetartszene von Miami findet hier ihr Paradies. Ich verstehs.

Christina und ich platzen vor Extase. Wynwood Walls!



Mit Stolz und Freude und wenig Vorurteilen haben wir hier zu Abendgegessen. Es war lecker.

Den Abend verbringen Willie und ich dann bei seinen Eltern.Wir versuchen bei Jeopardy schneller zu sein als die Kandidaten, Conny und Willie empoeren sich ueber die Toerichtheit einer Kandidatin, die, obwohl sie das Loesungswort schon kennt, dennoch Vokale kauft und ich esse Eis mit Erdnussbutterpulver und dem Erdbeerananassorbet, das Conny mit ihrem neuen Kuechenmixer gemacht hat. Heute morgen um acht faehrt Willie mich dann zum Flughafen, ich fliege nach New Orleans, wo mich Adrianne und Susanna (die naechsten Monat eins wird) schon erwarten.

See ya, Miami!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen