Montag, 23. September 2013

USA - New Orleans

In New Orleans schallt aus den Lautsprechern am Baggage Claim Louis Armstrong. Das fand ich sehr schoen. Kaum habe ich meinen Rucksack vom Laufband genommen, sehe ich auch schon Adriannes Auto und bald sitzen wir nebeneinander, fahren zu ihr nach Hause und plaudern ueber meine Reise und ueber meine Masterarbeit und ab und zu zeigt sie aus dem Fenster und erklaert mir, wo wir gerade sind. Nachdem ich mein Zimmer bezogen habe, machen sich Adrianne und Susanna auf den Weg zur Arbeit beziehungsweise Krabbelgruppe und ich entscheide mich, ein bisschen durch die Nachbarschaft Lakeview zu laufen.

Weil die Statue zwischen den zwei Spuren der Hauptstrasse steht, muss ich an die Christuskirche denken und freue mich.
"Who Dat" ist kurz fuer "Who is that" und hat ueberraschend viel Tiefgang.
Vanillefrozenyogurt mit Whitechocolatedrops, Heidelbeeren, Pecannuessen, Erdnuessen und Brownies
Die Linie zeigt den Wasserstand waehrend und nach Hurricane Katrina an. Interessanterweise gab es diesen Starbucks da aber noch nicht.
Als mir zu warm wird gehe ich in den Supermarkt, lasse mich von der Vielzahl an Produkten erschlagen (die mir offenbar erst nachdem ich im costa ricanischen Supermarkt war bewusst wird) und stelle mir an der Frischetheke einen Salat zusammen, von dem ich mir vornehme, ihn an der Waterfront zu essen, zu der ich durch die Wohnsiedlung hindurch etwa eine halbe Stunde lang hinlaufen wuerde.

lakeview groceries
dieses ist mein Lieblingshaus.
und weil ich waehrend ich meine Kamera aus meiner Tasche genommen habe, das Haus angeguckt habe und weitergelaufen bin, hab ich meinen Zeh angetitscht. Das war vielleicht ein bisschen ungeschickt.
Ich esse meinen Salat also, nachdem ich die Blutung mit einer Serviette gestoppt habe, die mir eine Frau schenkt, die ich anhalte um sie nach einem Taschentuch zu fragen, ueber dem Blutfleck und entscheide nicht mehr zur Waterfront zu laufen, sondern erst mal nach Hause zu gehen und den Zeh sauber zu machen. Zu Hause treffe ich Adriannes Ehemann Ryan zum ersten mal. Er ist sehr nett und sein Hund Wenus hat heute Geburtstag. Deswegen muessen wir Steak einkaufen gehen. Susanna, Ryan und ich machen uns auf den Weg und Ryan zeigt mir, wo ueberall wie hoch das Wasser stand. Das finde ich sehr interessant. Und, dass er mir verspricht, mir spaeter die Footballregeln zu erklaeren.

das mit dem Laufen macht sie erst seit einer Woche. Dafuer ab jetzt haeufiger.
Ryan hat keine Ahnung, was er da tut. Aber die Pilz-Rotwein-Sauce schmeckt danach fantastisch.
Wenus wird heute acht. Und bekommt ein Steak und ein Bud Light.
Als ich am naechsten Morgen aufwache, ist es halb acht und ich entscheide mich mutig dazu, laufen zu gehen, obwohl ich das schon seit einem guten Monat nicht mehr gemacht habe. Nach 25 Minuten komme ich klatschnass zurueck, weil bereits am fruehen Morgen mindestens 30 Grad und 130% Luftfeuchte herrschen. Der Blick vom Levee an der Waterfront ist dabei aber unwesentlich schoener als der Blick auf die Coface-Arena. Vormittags fahren Adrianne, Susanna und ich zu Casey, die in der Naehe des French Quarters wohnt um mit ihr zu brunchen. In einem ziemlich hippen Restaurant essen wir ziemlich gesundes Essen, plaudern und fahren dann in die Nachbarschaft um die Lower Ninth Ward. Hier waren die Menschen schon arm, bevor Katrina zugeschlagen hat. Heute stehen viele der Haueser leer, haben keine Fenster und keinen Anschluss an die staedtische Elektrizitaet und verkommen nach und nach. Ein Teil des Wohngebiets jedoch hatte Glueck im Unglueck. Nach Katrina kam Brad Pitt, der die Stadt unheimlich gerne mag, und baute hier mit der von ihm gegruendeten Make it Right Foundation nachhaltige Haeuser, die guenstig an die Menschen vergeben oder vermietet wurden. Dabei wurden Solarpanele verbaut, toxin-freie Materialien verwendet und die Bewohner ueber umweltfreundliches Verhalten im Alltag aufgeklaert. Ein ziemlich ambitioniertes und vor allem beeindruckendes Projekt, wie ich finde!

Casey wohnt in einer Shotgun. Ein Haus, in dem alle Zimmer ohne Flur aneinander gereiht sind. Mir gefaellts!
Unter dem Pavillion stehen Infotafeln. Darauf: Brad Pitt und eine Menge Infos zu nachhaltigem Umgang mit Ressourcen.
Eichenbaeme haben seit der Jahrhundertwende Tradition in den Wohnsiedlungen von New Orleans. "Make it Right" sorgt fuer moderne Architektur.
Als wir nach Hause kommen ist Susanna eingeschlafen und ich fuehle mich inspiriert, mich auch ein bisschen hinzulegen. Am Nachmittag leiht mir Adrianne ihr Fahrrad und ich fahre eine Dreiviertelstunde lang mit dem Fahrrad zum Mississippi. Der erste Teil der Strecke geht durch den City Park, der so gross ist wie der Central Park in Manhatten. Dann fahre ich auf die Esplanade Avenue, an der wunderschoene Haeuser stehen. Unter anderem das Edgar Degas Museum, in das ich kurz hinein schaue.

Mein Fahrrad und ich geniessen den Blick auf den City Park (rechts) und die Waterfront (offensichtlich links.)
Edgar Degas hat hier zwar nicht so richtig gewohnt, aber dafuer viel gemalt.
Am Mississippi angekommen fahre ich durch einen Teil des franzoesischen Viertels. Es gefaellt mir unglaublich gut. Aus allen Ecken kommt Livemusik (Jazz natuerlich), es gibt tausende kleiner Laeden, die sich mit der Creole History von New Orleans beschaeftigen und ich finde schnell die beste Suesswarenmanufaktur der Stadt, bei der ich mein Mittagessen einkaufe. Danach schlendere ich noch durch den French Market und entlang der Flusspromenade, kaufe ein paar Postkarten und mache mich dann auf den Weg zurueck, damit ich vor einbrechender Dunkelheit wieder zu Hause bin. Adrianne hat ihre muetterliche Fuersorge naemlich laengst auf mich uebertragen. Suess. Ryan steht schon am Herd und es gibt Gumbo. Ein sehr typisches Gericht mit ziemlich viel Fleisch. Ziemlich lecker.

Mein Mittagessen: Eine Erdnussbutterpraline mit Erdnuessen und ein weisser Schokiklecks mit Dulche de Leche und Pecannuessen.
Diese Janne war ein Geschenk der Franzosen. New Orleans wurde nach dem Duke von Orleans benannt.
Der Mississippi hat gerade Niedrigwasser. Und ein echtes Schaufelradboot.
The future of the 'nited States of 'merica.
hihihihi
New Orleans Gumbo. Eintopf mit Huehnchen, Schinken und Wurst.
Am naechsten Morgen erwache ich zu stroemendem Regen, der den ganzen Tag nicht so richtig aufhoeren will. Adrianne, Ryan und ich packen Susanna und den Einkaufsbeutel ein und fahren zum Farmers Market in Downtown, der heute wegen des Wetters in einer Halle stattfindet. Er ist deutlich kleiner als der bei uns und die Waren befinden sich in Kuehltruhen, weil man hier keine so schicken Marktstaende hat wie wir. Dafuer gibt es auch hier Livejazz und ueberall darf man alles probieren. Hipp wie wir sind essen Adrianne und ich einen glutenfreien Banana-Walnut-Schokomuffin und trinken frischen Wassermelonen-Limetten-Saft. Danach lasse ich mich am National World War II Museum absetzen. Ryan hat hier die audiovisuelle Technik verlegt. Er hat es mir dringend empfohlen und ich bin gespannt.

Das National World War II Museum steht in New Orleans, weil hier die Schiffe gebaut wurden, mit denen die Alliierten am D-Day in der Normandie angekommen sind.
Das tolle daran ist, dass es nicht schon wieder darum geht zu zeigen, wie schlimm die Deutschen waren, sondern darum, wie Amerika durch den Krieg gegangen ist. Dabei vergleicht man die eigenen Truppen, deren Ausruestung und Strategien mit denen der Deutschen, zeigt aber auch auf, wie die amerikanische Bevoelkerung vom Krieg veraendert wurde. Worth a go!
Im Diner an der Ecke esse ich zu Mittag: Fruechtetarte mit Cajun-Cheesecake-Red-Velvet-Ice cream
Der 4D-"Info-Film" von Tom Hanks ist zu laut und zu kitschig. Die Flugzeuge sind toll und erinnern mich an den Flieger, der in meiner Kindheit an unserer Decke hing.
Nachdem Ryan mich abgeholt hat lungern wir auf der Couch rum und ich uebe meine Faehigkeiten im Football gucken. Ploetzlich ergibt das alles viel mehr Sinn und als Adrianne uns mitteilt, dass ein befreundetes Ehepaar uns zum Football gucken (Adriannes College LSU spielt an dem Abend gegen Auburn) eingeladen hat, freue ich mich ueberraschend ehrlich. Wir essen Pizza und trinken Bananen-Erdbeer-Daiquiri und Sophia (3), Graham (1) und Susanna beschaeftigen Brandi (Sophias und Grahams Mama) und Adrianne, waehrend Bart (Brandis Mann und Sophias und Grahams Papa) und Ryan mit mir das Spiel verfolgen und ich genau hinhoere, damit ich angemessen poebeln lerne. Als Susanna knatscht fahren wir heim. Das ist nicht schlimm. Ich bin schon wieder muede.

Mit diesem kleinen Knopf faengt mein naechster Tag an.
Weil ich denke, dass meine Beine nicht mehr so wehtun, wie am Vortag, entscheide ich mich dafuer wieder laufen zu gehen. Weil die Sonne nicht scheint und es die letzten eineinhalb Tage geregnet hat, ist es kuehl genug, sodass sie 35 Minuten lang durchhalten. Als ich wiederkomme macht sich Ryan fertig um aufs Footballspiel der New Orleans Saints zu gehen und Adrianne und ich schnappen uns Susanna, die heute leider Fieber hat, und fahren zu Ryans Eltern in die Naehe des Parks. Der City Park ist wirklich besonders. In seiner Mitte befindet sich das New Orleans Museum of Art, es gibt viele Teiche und Seen, einen kleinen Fluss, Wiesen, einen Skulpturengarten, einen Open-Air-Workout-Platz und viele Kulturveranstaltungen wie Konzerte oder Theaterauffuehrungen. Wir spazieren mit Adrianne und Susannas Grossmutter Ellen durch den Park, fruehstuecken Baignets und am suedlichen Zipfel des Parks springe ich auf ein Streetcar und fahre noch einmal in die Stadt.

Das Haus von Mrs. Frischhertz sieht aus wie ein Maerchenschloss.
Baignets werden frittiert und mit mit Puderzucker bestreut. Mrs. Frischhertz laed uns ein, ich esse auf.
Das Fenster ohne Haus steht seit Katrina im Skulpturengarten, der viele lokale Kuenstler featured.
Ich konnte nicht weggucken, da hab ich ein Photo gemacht. Ich wollte sie anfassen (nur die Haare), aber ich dachte, das fuehrt zu weit.

Mein Mittagessen: Schokifrozenyogurt mit Brownies, karamellisierten Pecannuessen und Schokoraspeln
Die New Orleans Street Cars sind die aeltesten Strassenbahnen Nordamerikas. Ihre Technik stammt aus den 20er Jahren und noch heute muss der Fahrer an der Endhaltestelle manuell den Buegel zur Oberleitung umlegen.
Adrianne holt mich aus der Stadt ab und als ich zu Hause ankomme, schnappe ich Adriannes Fahrrad und kaufe ein, schliesslich sind Ryans Eltern abends bei uns eingeladen und ich habe versprochen, deutsch zu kochen. Ich stehe drei Stunden lang in der Kueche und bin auf das Resultat ein bisschen stolz. Als Ryans Eltern sich verabschieden, gehen auch Adrianne und ich ins Bett, nur Ryan schaut sich noch das Footballspiel (Chicago gegen Pittsburg) zu Ende an.

Selbstgebackene Laugenbrezeln mit Spundekaes
Zwiebelkuchen mit Rote Beete Tomatensalat mit Petersilienvinaigrette
Rote Gruetze mit Zimtschlagsahne
Mein letzter Morgen in New Orleans ist sehr entspannt. Ich schlafe aus, decke mich im Supermarkt mit Obst und Joghurt ein und fahre mit Adriannes Fahrrad zur Waterfront. Die ist wirklich eigentlich schoen. Leider wird gerade sehr viel gebaut. Aber ich stelle mir einfach vor, wie es aussehen koennte. Am Leuchtturm setze ich mich auf Holzpanele und esse mein Picknick. Als ich wieder nach Hause komme, packe ich meine Sachen fertig zusammen und Adrianne und Susanna fahren mich zum Flughafen. New Orleans war wunderschoen. Ich glaube, ich komme wieder.

Auf dem Deich rechts bin ich morgens gejoggt und habe dabei auf das Wasser nach links geguckt. Und auf den Bagger.
diesmal nicht gefroren: Vanillejoghurt und Obst
Mein T-shirt habe auf der Canalstreet gekauft. Und dann hab ich mich auf die Holzbank gelegt.
und Mittagsschlaf gemacht.
Merci, New Orleans!

Donnerstag, 19. September 2013

USA - Miami

Weil ich in Miami in die USA einreisen musste und die letzten zehn mal mindestens eineinhalb Stunden gewartet habe, bis ich endlich durch alles Stationen durchgewunken wurde, habe ich Willie grosszuegig gesagt, erst um 17.45 (statt um 16.45) am Flughafen aufzukreuzen. THERE IS NO WAY that I'll get out earlier. Ha! Nach fuenf Minuten in der Schlange winkte mich die freundliche Homelandsecurityfrau durch und gab mir noch Tips zur Wiedereinreise nachdem ich in Vancouver war und sagte, wie sehr sie sich freut, dass mal wieder jemand Englisch (und nicht Spanisch) spricht. Durch den Zoll kam ich auch ohne weiteres und weil wir um halb 5 gelandet sind statt um viertel vor, konnte ich um 16.45 (der eigentlichen Landezeit) mein Gepaeck vom Band nehmen und Richtung Ausgang laufen. Weitere fuenfundfuenfzig Minuten spaeter hat Willie mich dann auch gefunden und wir sind zu seinem Elternhaus gefahren. Weil seine Mama noch bei der Arbeit war, haben David (Willies Papa), Willie und ich uns zu dritt in eine real American Sportsbar aufgemacht. Von dort aus sind wir zurueck zu den Whitfields und haben dort zusammengesessen bis Willie mich am Abend bei Shanna absetzte.

Shanna schenkt Hawaiian Punch ein. Das ist das Gruene. Schmeckt auch so.
Willie und Ashley, Shannas Mitbewohnerin, machen Unfug
Ich war hundemuede. Aber Shanna auch, denn die verlaesst zur Zeit um acht Uhr das Haus und kommt Abends um zehn nach Hause. Das Masterprogramm, in dem sie mit ihrer Mitbewohnerin Ashley Psychologie studiert gesteht ihr weder zu, das Gebaeude zu wechseln, noch "to take a NAP in between. Imma pass out." Ich finde das in Ordnung, denn mehr als mich daneben zu legen und auch einzuschlafen schaffe ich nach zwei Wochen Mittelamerika an diesem Abend auch nicht.

Shannas Haus

Am naechsten Morgen stehe ich in Ruhe auf, dusche (und freue mich, danach keine sandigen Fuesse mehr zu bekommen) und setze mich an meinen Blog. Um 12.20 kommt Willie vorbei um bei Shanna schnell zu duschen und dann mit mir und seiner besten Freundin Christina Mittag zu essen. Er trainiert jeden morgen zwei Stunden lang (um sich auf die Saisonvorbereitung vorzubereiten...). Mit Christina gehen wir dann in ein asiatisches Bistro und danach frozen yogurt essen. Was ich aufgrund meines Eismangels der letzten zwei Wochen ausgesprochen gut finde. Wir quatschen ueber Gott und die Welt und ich finde Christina ganz schoen cool. Sie hat frueher mit Shanna Basketball gespielt.

Es ist das ASC Handtuch. Nimmt er immer.


Willie und Christina pappsatt

peanutbutterfrozenyogurt, grahamcrackercrumblecaramelfrozenyogurt und pralinefrozenyogurt mit m&ms, reeses pieces, cookie dough und reeses baby peanutbuttercups
Danach fahren wir in die Mall, weil ich nur noch eine kurze Hose und ein T-shirt habe, die nicht durchgetragen sind und auch die schmutzigen Sachen nicht dem entsprechen, was ich in der Zivilisation gerne anziehe. Das System funktioniert gut: Willie geht in den Applestore, ich zu Urban Outfitters, Willie geht in den Sonystore, ich zu Anthropology. Am Ende hat Willie drei neue Freunde gefunden (die Verkaeuferin im Applestore und dann noch ein Angestellter im Sonyladen und einen Kunden, den der Sonytyp gleichzeitig betreut hat) und ich nichts.

in Amerika gibt es nur drei Himmelsrichtungen
If you wanna come and take a ride with me...

Wir fahren zurueck zu Shanna, wo ich meinen Blogeintrag fertigstellen will und Willie eigentlich Beverly Hills Cop gucken moechte, aber dann leider einschlaeft, sodass ich fuer ihn fertig gucke. Als er drei Stunden spaeter aufwacht ist mein Eintrag fertig und Willie hungrig und nachdem wir Abendessen waren, faehrt er mich zurueck zu Shanna, wo ich noch eine Nacht schlafe, bevor Willie mich am naechsten Tag wieder abholt.


All my bags are packed....

Auf Willies Ruecken sieht mein Rucksack nicht so gross wie auf meinem.

Am naechsten Morgen fahren wir zu Panera Bread, decken uns mit Fruehstueck ein und fahren an den Strand. Da der normale Parkplatz an diesem Tag aber leider geschlossen hat, muessen wir einen weiterfahren, parken dort und laufen zum Strand. Ich muss kurz kichern, als ich ein Schild lese, auf dem etwas von "Bare" steht, mache mir aber keine weiteren Gedanken. Willie offenbar auch nicht. Als wir unser Picknick ausgebreitet haben, schaue ich mich um. "Oh look, a naked person." woraufhin sich Willie umdreht und sagt "Oh, another one." Wir muessen feststellen, dass wir am Nude Beach gelandet sind. Wir lachen, freuen uns, dass wir angezogen bleiben duerfen und essen unser Fruehstueck. Als ich Willie bitte, seine Hose anzulassen, nachdem er (weils sehr ploetzlich bruehwarm wurde) sein Shirt ausgezogen hat, muessen wir wieder lachen. Und danach auch noch ein paar mal. Nackte Leute sind lustig. Und Willie und ich wahnsinnig erwachsen. Eine Moewe gesellt sich zu uns und ich mache unbedarft ein Photo von ihr, dessen Hintergrund bei genauerem Hinsehen deutlich interessanter ist, als die Moewe selbst.

verrueckt. VIER Liegestuehle im Hintergrund. Und ich habs nich gemerkt.

Fuer Willie Osaft, ein Teilchen und ein Spinatschinkensouffle, fur mich ein Erdbeersmoothie, Fruechtetee und Haferflocken mit Pecannuessen und Apfelchips.

Hi!
Danach fahren wir zurueck zu Willies Eltern, wo Christina uns kurze Zeit spaeter abholt, um uns Wynwood zu zeigen. Das ist eine Ecke von Miami, die gerade stark gentrifiziert wird. Die einfachere Bevoelkerung wurde sukzessive durch Studenten und Kuenstler ersetzt und die Streetartszene von Miami findet hier ihr Paradies. Ich verstehs.

Christina und ich platzen vor Extase. Wynwood Walls!



Mit Stolz und Freude und wenig Vorurteilen haben wir hier zu Abendgegessen. Es war lecker.

Den Abend verbringen Willie und ich dann bei seinen Eltern.Wir versuchen bei Jeopardy schneller zu sein als die Kandidaten, Conny und Willie empoeren sich ueber die Toerichtheit einer Kandidatin, die, obwohl sie das Loesungswort schon kennt, dennoch Vokale kauft und ich esse Eis mit Erdnussbutterpulver und dem Erdbeerananassorbet, das Conny mit ihrem neuen Kuechenmixer gemacht hat. Heute morgen um acht faehrt Willie mich dann zum Flughafen, ich fliege nach New Orleans, wo mich Adrianne und Susanna (die naechsten Monat eins wird) schon erwarten.

See ya, Miami!